Historie

PDF herunterladen

als PDF herunterladen 

 

In den Beginn der Theaterzeit fallen zunächst nur kleine Szenendarstellungen, Übungsspiele verbaler und nonverbaler Art. Bald jedoch kristallisiert sich hieraus ein kleines Theaterteam, das den Anspruch erhebt, sich ernsthaft und vor allem dauerhaft dem Theaterspielen zu widmen.
Leise aber zielstrebig und mit viel Freude am eigenen Tun wagt man sich an die erste richtige Aufführung: "Wo kommen die Löcher im Käse her?" (1988) nach Kurt Tucholsky

 

Das BTT ist geboren!

 

Die erste öffentliche Premiere - in Zusammenarbeit mit dem Brühler Kulturamt - findet in der Reihe "Kultur am Nachmittag" - mit der 20ziger-Jahre Revue "So oder so ist das Leben" (1989) statt. Heiteres Kabarett mit Gesang, Stepptanz und Textpassagen.

Es folgen weitere Premieren in der Galerie am Schloss - ebenfalls im Rahmen von "Kultur am Nachmittag": "Ermahnungen und Winke" (1991), ein Wilhelm-Busch-Programm mit einer komischen Oper "Der Vetter auf Besuch" und "Rezitationen und Gedichte zum Thema Liebe" (1993).

Von 1990 an eröffnet das BTT in regelmäßigem Turnus die jährlichen Ausstellungen zu "Kreativ mit 60" in der Rathausgalerie in Brühl mit Spielszenen aus dem eigenen Repertoire.

 

1994 - Etablierung als Theatergruppe Im Herbst 1994 wird ein neues Stück eingeprobt, das sich mit menschlichen Schwächen auseinandersetzt und dem Zuschauer in schaurigen Szenen einen Blick in eine Welt von Frustrationen und unerfüllten Träumen offenbart. Titel der Produktion: "Das Labyrinth" von Siegfried Lenz, die 1995 aufgeführt wird. Dieses ursprünglich als Hörspiel angelegte Thema wird zu einem Schauspiel umgearbeitet. Erstmalig bietet sich dem Publikum eine Inszenierung, die sich konzeptionell deutlich von den bisherigen Darbietungen unterscheidet. Mit dieser Produktion gelingt die wirkliche Etablierung als Theatergruppe und das BTT wird auch einem breiterem Publikum bekannt.

 

1996 - Makaber – Makaber Grundgedanke dieser "lustvoll grotesken Widrigkeiten" ist es, eine Produktion in mehrere Einzelproduktionen zu gliedern, thematisch aber ein in sich geschlossenes Gesamtwerk zu kreieren. Die Einzelproduktionen bleiben weitgehend autonom, und sind so auch unabhängig voneinander spielbar.

 

10 Jahre Brühler TheaterTeam 1998 feiert das BTT mit einer Ausstellung im Rahmen von "Kreativ ab 60" in der Rathausgalerie sein 10-jähriges Bestehen. Im Brühl-Info werden diverse Requisiten aus den vergangenen Produktionen ausgestellt.

 

1999 – Höchst sonderbar In das Jahr 1999 fällt die Premiere von "Eine etwas sonderbare Dame". Ein skurriles und zugleich sehr lustiges, dennoch aber auch nachdenkliches Stück nach John Patrick, das zweifelsfrei ein bis zu diesem Zeitpunkt besonderes Highlight im Schaffen des BTT markiert. Das von Albert Müller gestaltete Bühnenbild erweist sich als äußerst gelungen und unterstützt als Bildrahmen die gesamte Produktion maßgeblich.

 

1999 - Kulturpreis des Erftkreises

Am 30. Mai 1999 wird dem BTT im Kaisersaal der Abtei Brauweiler ein außergewöhnliches Zeichen der Anerkennung zuteil: Die Verleihung des Kulturpreises 1999 für den Erftkreis.

In einem Festakt in der Abtei Brauweiler hebt Landrat Dr. Wolfgang Bell in seiner Laudatio die Verdienste des Brühler TheaterTeams als Generationentheater als ein wesentliches Kriterium für die Verleihung des Kulturpreises des Erftkreises hervor. Leokadia Thiess wird persönlich für ihre Arbeit gewürdigt. "Die unterschiedlichen Altersgruppen im BTT geben den Theateraufführungen Vielfalt und Lebendigkeit, das Zusammenwirken der Generationen verleiht dem Theaterspiel besondere Dynamik und wirkt sich positiv auf Interpretation und Gestaltung der Produktionen aus", so Dr. Bell in seiner Laudatio.

 

2001 – Auch Mörder müssen sterben So titelt der Kölner Stadt-Anzeiger am 5. März 2001 über die gelungene Aufführung von "Heiraten ist immer ein Risiko". Ein Kriminalstück um gute und weniger gute Menschen, ausgestattet mit einer gehörigen Portion besten englischen Humors. Und ein Theaterstück, das es in sich hat: spannend, verrucht und bissig.

 

2002 – Männer aufgepasst Geschlechterkampf ist angesagt. 2002 kommt "Schule der Amazonen" zur Aufführung. Autor ist der französische Dramatiker Jean-Claude Danaud. Ein Spiel um eine Frauentroika, ein Trio Infernale, das sich als konsequenter Gegenpol zur herrschenden Männerwelt sieht und sich dieser gegenüber auch äußerst erfolgreich zur Wehr setzt. Erstmalig eine Produktion in kleiner Besetzung mit drei Schauspielerinnen. Mit der Produktion untermauert das BTT eindrucksvoll ein weiteres Mal sein Faible für skurriles und makaberes Theater.

 

2003 – Irren kann jeder
Die Inszenierung in 2003 titelt "Irrtum par Excellence". Das BTT widmet sich in allen drei Einaktern der eher liebenswürdigen Seite des Irrtums und spielt mit sehr viel Tempo und Humor. Dennoch ist auch in diesen Einaktern eine gewisse Nachdenklichkeit und Ernsthaftigkeit verborgen, die es allerdings selbst zu ergründen gilt.

 

2005 – Eifersucht einer Cellistin Zum ersten Mal eine Kooperationsarbeit. Im Zusammenspiel mit dem Salonorchester "Kaiserschmarrn" der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl entsteht 2005 die Produktion "Das Orchester" von Jean Anouilh. Anouilh's Stück vereinigt vieles. Liebe, Leidenschaft, Intrigen und natürlich auch Musik.

 

2006 – 2008 - Literarisches Kabarett Die Jahre 2006 - 2008 sind geprägt durch "Literarisches Kabarett". "Frühlingsreise", "Glücksmomente" und "Karl Valentin" stehen hierbei im Mittelpunkt der Betrachtung und des künstlerischen Schaffens.

 

20 Jahre Brühler TheaterTeam
In 2008 feiert das Brühler TheaterTeam sein 20-jähriges Bühnenjubiläum.

 

2009 – Misstöne im Wohnzimmer
Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl wird fortgesetzt. In Kooperation tritt ein "Frauenchor auf dem Kriegspfad" mit der Produktion "Es tönen die Lieder" auf die Bühne. Mit Witz, Gesang und Tanz zeigen 8 Schauspielerinnen in einer temporeichen Aufführung, dass Theater auch "ganz ohne Männer" eine höchst unterhaltsame und köstliche Vorstellung sein kann.

 

2010 – Amüsantes und Tiefgründiges paarweise
Eine Produktion mit viel Humor und "Trauerbewältigung". Tabuthemen gibt es heutzutage kaum mehr. Der Umgang mit Tod und Sterben ist noch ein solches, dem sich das BTT couragiert angenommen hat. Überzeugend und äußerst beherzt. Die "Witwendramen" des Nürnberger Schriftstellers Fitzgerald Kusz sind eine Materialsammlung im besten Sinne, in denen 7 Witwen unterschiedlichen Alters zwischen Komik und Tragik pendeln.

 

2012 – von Liebe, Männern und anderen Folgen
Die Produktion "Ein ungleiches Paar" hat am 10.11.2012 in Brühl Premiere. Eine pointierte Komödie mit Witz und Scharfsinn von Neil Simon, der es mit feinem Gespür schafft, alltäglichen Dingen eine umwerfende Komik zu entlocken.

 

25 Jahre Brühler TheaterTeam
Das Brühler TheaterTeam feiert am 16. November 2013 auf Burg Peppenhoven sein 25-jähriges Bühnenjubiläum.

 

2014 – Einigkeit bei Schnaps und Schmalz
Zwei Frauen flüchten vor einer Rotte Wildschweinen auf einen Hochsitz.
Im Wald. Abendstimmung. Vogelzwitschern und das Rauschen der Bäume – Romantik pur? Von wegen! Eine Jägerin und eine Walkerin treffen aufeinander. Beide nicht mehr die Jüngsten, das ist das Einzige, was sie verbindet. Denkt man. Der Zuschauer erlebt zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Sie teilen in "Waldweiberwildwechsel" nicht nur das Brot, sondern auch ihr Schicksal. Premiere der Produktion ist der 8. November 2014.

 

2015 – Im Nervensägewerk

Redet man beim Bäcker über Brötchen, beim Metzger über Wurst oder beim Friseur über Haare? Selten. Und stattdessen?

Burkhard Junker hat Szenerien aus dem alltäglichen Leben gesammelt, die eines gemeinsam haben. Die gewohnten Stereotypen werden mit satirischen und humo­ristischen Elementen durchsetzt.

Der „Nervende“ nimmt seine Mitmenschen wortwörtlich, verwickelt sie in ver­zwickte Gespräche und beschwört somit skurrile Situationen herauf. Er befördert im Dialog seinen Gesprächspartner argumentativ durch eine ihm eigene, ab-weichende Interpretation Stück für Stück aus dem Gleichgewicht und handelt so, als kenne er das normale Verständnis nicht. Scheinbar harmlose Fragen bringen den Anderen in Bedrängnis. Aus der erstaunten Antwort oder Gegen-frage entwickelt sich eine turbulente Diskussion. Der Effekt ist ungemein komisch und fördert einen spritzigen Schlagabtausch zu Tage. Karl Valentin und Loriot lassen grüßen – Sie hätten gewiss ihre Freude gehabt.

nach oben