Witwendramen

 

Premiere
Samstag 19.03.2011 · 20.00 Uhr · Galerie am Schloss / Brühl
von: Fitzgerald Kusz

 

Inhalt

Das Brühler TheaterTeam zeigt in seiner neuen Produktion Szenen aus dem Bühnenstück „Witwendramen“ des Nürnberger Schriftstellers Fitzgerald Kusz.
Eine Materialsammlung im besten Sinne, in denen 7 Witwen unterschiedlichen Alters zwischen Komik und Tragik pendeln. Ob auf dem Friedhof, der Parkbank oder im Café – die wilden Witwen rechnen mit
ihren verblichenen Ehemännern ab. So etwa im Fall der alleinstehendenFrau, die am Grab ihres ehemaligen Mannes darüber sinniert und klagt, warum sie es nicht schafft, und auch nicht wagt, sein Leben aus ihren Gedanken zu verdrängen. „Tote leben länger“ ist ihr Resümee, während sie den letzten „Kleinen Feigling“ trinkt und dann das leere Fläschchen aufs Grab schmeißt.
Neben solchen Motiven finden sich auch Auftritte mit berühmten Witwen wie Helene Weigel, Jackie Onassis oder Nadeshda Mandelstam. In allen Szenen zeigt Kusz, dass Leben Überleben heißt. Komme was da wolle. Was beschäftigt Witwen wirklich? Nur die Trauer um den Gatten? Mitnichten. Jede geht mit dem Status als Witwe in anderer Art und Weise um. Eine ist erleichtert. „Ich bin froh, dass ich das alles hinter mir habe“, die andere kontert darauf: „Ich nicht“. Was immer beide damit meinen.
Skurril – Makaber - Nachdenklich – Traurig und heiter ist die Szenenfolge. „Trauer ist ebenso Arbeit“ wie auch „das Leben zu schön ist, umdurch den Tod beendet zu werden.

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